
Ruth Mayr
… geboren und aufgewachsen im Innviertel (OÖ) und ab dem Zeitpunkt, wo ich lesen konnte, in Geschichten. Das war nicht immer förderlich für meine Verankerung in der Realität. Ich habe Soziologie studiert, in der Hoffnung, die Welt besser zu verstehen (das hat nur bedingt geklappt, war aber trotzdem eine gute Entscheidung).
Meine Passion ist, Menschen dabei zu begleiten, ihre eigenen Ressourcen und Talente zu entdecken, oder noch besser: das Vertrauen in das, was in ihnen steckt. Das habe ich lange in der feministischen Mädchenarbeit gemacht, mit dem Schwerpunkt Berufsorientierung, MINT und Empowerment.
Ich liebe es, Räume zu schaffen, in denen Menschen sich wohlfühlen und aufblühen – Zutrauens-Räume, Ausprobier-Räume, Resonanz-Räume und sichere Räume. Ein Blatt Papier kann so ein Raum sein, und ein Stift ein magisches Instrument, das neue Perspektiven zuerst denkmöglich und dann greifbar macht.
In der PostWerkStatt in Ottensheim habe ich dafür die optimalen Bedingungen im Außen gefunden.
Ich als Schreibtrainerin
Meine Ausbildung zur Trainerin für kreatives und wissenschaftliches Schreiben mit Gruppen nach Methoden aus dem englischsprachigen Raum habe ich 2018/19 beim writers‘ studio in Wien absolviert. Ich habe daraus unglaublich viel für die Vermittlung und für mich selbst mitgenommen und empfehle jede*n einzelne*n meiner dortigen Lehrenden uneingeschränkt und enthusiastisch weiter.
Seit 2019 begleite ich Schreibgruppen und organisiere Workshops rund um das Thema Schreiben, manchmal alleine, manchmal gemeinsam mit Kolleg*innen, z.B. mit Christoph Schwarz in Salzburg.
2024 habe ich zusätzlich eine Weiterbildung im Bereich Poesie- und Bibliotherapie begonnen (voraussichtlicher Abschluss 2026/27) und mein Psychologiestudium abgeschlossen (nach 22 Jahren, wovon ich allerdings knapp 18 Jahre gar nicht wusste, dass ich diesen Abschluss doch gerne möchte). Seither gehört auch der Bereich „heilsames Schreiben“ in mein Portfolio.
Ich bin zutiefst überzeugt – auch aufgrund meiner eigenen Erfahrung – dass Schreiben ein Rettungsanker in schwierigen Lebenssituationen und nach traumatisierenden Ereignissen sein kann (in Verbindung und ergänzend zu anderen Unterstützungsmaßnahmen).
Selbst wenn ich alleine mit Stift und Zettel in einem Zimmer sitze: Schreiben ist für mich kein einsamer Akt. Ich bin Teil einer „Community of writers“ (frei nach Peter Elbow und Pat Belanoff), und ich stehe auf den Schultern von großartigen Schreibtrainer*innen und Menschen, von denen ich viel gelernt habe – und ihr könnt das auch. Einige sind als Referent*innen im Zentrum für kreatives, persönliches und heilsames Schreiben mit dabei, andere findet ihr auf meinen Listen mit Literaturtipps und wieder andere in der gerade entstehenden Rubrik „Netzwerk“. Bucht ihre Kurse und webt eure eigenen Fäden in dieses Netz von Schreibenden, Dichter*innen und Hebammen der Kunst.
Was ich sonst noch mache
Seit Dezember 2024 arbeite ich im „Kleinen Buchladen“ in Ottensheim und bin dort umgeben von dem, was mir neben meiner Familie und meinen Liebsten am wichtigsten ist auf der Welt: Büchern. Seit dem Frühjahr 2025 verfasse ich für den Kleinen Buchladen ein Online-Magazin – ihr seht: so ganz ohne Schreiben halte ich es nie lange aus.
Ich bin außerdem zertifizierte Yoga-Lehrerin (meine Ausbildung habe ich bei meiner Cousine und Freundin Eva Karel absolviert). Wer mag, kann mit mir jeden Mittwoch um 6:30 Uhr im PostStudio in Ottensheim den Tag mit „Yoga am Morgen“ starten.
Gemeinsam mit Eva betreibe ich seit 2024 den Podcast „Om, Oida! Ein Podcast ohne Maskerade“.
Fast zwanzig Jahre war Salzburg bzw. der Salzburger Flachgau mein Lebensmittelpunkt. Seit dem Frühjahr 2025 lebe ich in Ottensheim bei Linz.
Zentrum für kreatives, persönliches und heilsames Schreiben
Das Zentrum für kreatives, persönliches und heilsames Schreiben ist ein Ort für alle, die gerne schreiben oder die Freude am Schreiben (wieder) finden möchten. Hier entsteht eine neue „Community of writers“. In einer wertschätzenden, inspirierenden Atmosphäre und im Kreis einer wohlwollenden Gruppe finden wir zurück in unseren Schreibfluss, zu unserer Stimme und manchmal auch zu unserer Handlungsfähigkeit.
In verschiedenen Workshopformaten und ab 2026 auch mit unterschiedlichen Trainer*innen erschreiben wir uns Selbstwirksamkeit und einen zuversichtlichen Blick auf die Welt – egal, ob wir nur für uns selbst schreiben, von einer Veröffentlichung träumen oder eine wissenschaftliche Abschlussarbeit verfassen (wollen oder müssen).